Zwei neue LEADER-Projekte ausgewählt
Im
Rahmen des aktuellen Förderaufrufs wurden zwei Projekte zur Förderung
ausgewählt. Mit der Errichtung eines Selbstbedienungshofladens mit
Verarbeitungsräumen setzt der Juchems‘ Hof in Niederwallmenach auf die
Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, die Direktvermarktung
auszubauen und die Versorgung mit regionalen Produkten zu verbessern. Der
geplante Hofladen soll rund um die Uhr zugänglich sein und neben eigenen
Erzeugnissen auch Produkte anderer regionaler Betriebe anbieten. Ebenfalls
ausgewählt wurde das Radwegeverkehrskonzept der Verbandsgemeinde Diez.
Dieses soll erstmals den Alltagsradverkehr systematisch in den Fokus rücken und
ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz für die Region entwickeln. Ziel ist es,
konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität zu erarbeiten.
Fünf Projekte im Regionalbudget gefördert
Auch im Rahmen des Regionalbudgets wurden mehrere Projekte zur Förderung ausgewählt. Insgesamt konnten fünf Vorhaben berücksichtigt werden, die auf unterschiedliche Weise zur Stärkung der Region beitragen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Naherholung und touristischen Infrastruktur, wie eine E-Bike-Ladestation, ebenso wie Projekte zur Aufwertung öffentlicher Räume und zur Förderung des sozialen Miteinanders. Ergänzt werden diese durch innovative Ansätze im Bereich regionaler Wertschöpfung sowie durch ein neues Veranstaltungsformat, das sich gezielt an die Gesundheitsförderung älterer Menschen richtet.
Die ausgewählten Projekte zeigen exemplarisch, wie vielfältig die Impulse aus dem Regionalbudget sind: Sie schaffen neue Begegnungsorte, stärken lokale Angebote und greifen gleichzeitig aktuelle gesellschaftliche Themen wie nachhaltige Mobilität, regionale Produkte und Gesundheitsvorsorge auf. Damit leisten sie einen konkreten Beitrag zur Lebensqualität vor Ort und zur Weiterentwicklung der Region.
Das Regionalbudget ermöglicht die Förderung sogenannter Kleinstprojekte mit Gesamtkosten von bis zu 20.000 Euro netto. Durch die vergleichsweise unkomplizierte und niedrigschwellige Förderung können insbesondere kleinere, schnell umsetzbare Vorhaben realisiert werden, die häufig direkt aus der Bürgerschaft heraus entstehen.
Blick nach vorne: Zukunft von LEADER sichern
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Zukunft des LEADER-Programms. Hintergrund sind aktuelle politische Verhandlungen zur Förderperiode ab 2028 auf EU-, Bundes- und Landesebene. Es besteht die Gefahr, dass LEADER künftig an Bedeutung verliert, da es im aktuellen Haushaltsvorschlag der Europäischen Kommission nicht mehr klar als eigenständiges Programm verankert ist. Die LEADER-Regionen in Rheinland-Pfalz setzen sich daher gemeinsam für den Erhalt und die Stärkung des Programms ein. LEADER gilt als zentrales Instrument der ländlichen Entwicklung, da es gezielt innovative Projekte vor Ort ermöglicht und die Menschen in den Regionen aktiv einbindet. Die LAG Lahn-Taunus unterstützt diese Initiative ausdrücklich und ruft zur breiten Unterstützung auf.
Mit der Auswahl der Projekte zeigt die LAG Lahn-Taunus erneut, wie vielfältig und innovativ ländliche Entwicklung gestaltet werden kann – von nachhaltiger Mobilität über regionale Wertschöpfung bis hin zu sozialen Angeboten. Gleichzeitig wird deutlich: Die Zukunft von LEADER ist entscheidend für die weitere Entwicklung der Region.
LEADER bietet Fördermittel für Vorhaben öffentlicher, gemeinnütziger oder privater und gewerblicher Träger zur Entwicklung des ländlichen Raums. Bei Projektideen nehmen Sie gerne Kontakt zum Regionalmanagement auf.
