Wie lässt sich das Leben älterer Menschen in der Verbandsgemeinde Diez weiter verbessern? Welche Unterstützung wird im Alltag benötigt, und was können Kommunen und ehrenamtlich Engagierte dazu beitragen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 51. Seniorenkonferenz, zu der Bürgermeisterin Maren Busch am Donnerstag, 22. Oktober, im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung die Teilnehmenden begrüßte.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war
die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe „Nette Nachbarn“, die Jan-Erik Wolfgram
vom Pflegestützpunkt Diez vorstellte. Hinter dem Angebot stehen engagierte
Bürgerinnen und Bürger, die anderen Menschen im Alltag zur Seite stehen. Die
Unterstützung reicht von Besuchen und gemeinsamen Spaziergängen über
Einkaufshilfen und Arztbegleitungen bis hin zu kleineren Reparaturen. Häufig
geht es aber auch einfach darum, Zeit miteinander zu verbringen, zuzuhören und
gerade älteren, alleinlebenden Menschen Gesellschaft zu leisten.
Die Initiative gehört zum Seniorenbüro „Die Brücke“ des Rhein-Lahn-Kreises und blickt in der Region Diez auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1999 wurde hier eine entsprechende Nachbarschaftshilfegruppe gegründet. Die Helferinnen und Helfer engagieren sich unentgeltlich und entscheiden selbst, in welchem Umfang sie tätig werden möchten. Dabei soll die Unterstützung professionelle Dienstleistungen nicht ersetzen, sondern dort ansetzen, wo Nachbarschaftshilfe den Alltag erleichtern kann.
Wolfgram machte deutlich, dass weiterhin ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht werden. Wer etwas Zeit erübrigen kann und Freude daran hat, anderen Menschen zu helfen, ist herzlich eingeladen, sich einzubringen. Interessierte können sich an den Pflegestützpunkt Diez oder das Seniorenbüro „Die Brücke“ wenden.
Nach einer gemeinsamen Kaffeepause stand zunächst ein kurzer Rückblick auf die bisherige Arbeit der Seniorenkonferenz auf dem Programm. Die Sozialverwaltung berichtete darüber, welche Anregungen aus früheren Veranstaltungen inzwischen umgesetzt wurden. Dazu gehörten unter anderem die Vorstellung verschiedener Nachbarschaftshilfeangebote sowie die Organisation eines speziell auf ältere Menschen zugeschnittenen Erste-Hilfe-Kurses. Derzeit wird außerdem an einer Seniorenbroschüre gearbeitet, die wichtige Informationen und Angebote für ältere Menschen in der gesamten Verbandsgemeinde bündeln soll.
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die zukünftige Entwicklung der Ortsgemeinden und der Stadt Diez. Unter dem Thema „Altersgerechte Entwicklung in der Kommune“ tauschten sich die Teilnehmenden über Barrierefreiheit, eine bedarfsgerechte Infrastruktur sowie Gesundheit und Lebensqualität im Alter aus. Dabei ging es um die grundlegende Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Menschen auch im höheren Lebensalter möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben können.
Die Seniorenkonferenz bietet hierfür eine wichtige Plattform. Sie bringt die Erfahrungen und Bedürfnisse älterer Menschen unmittelbar in die kommunale Arbeit ein und ermöglicht es, gemeinsam mit der Verwaltung praktische Lösungen zu entwickeln. Dass Anregungen aus früheren Konferenzen inzwischen umgesetzt wurden, zeigt, dass dieser Austausch auch konkrete Ergebnisse hervorbringt.
Weitere Informationen zur Nachbarschaftshilfe „Nette Nachbarn“ erhalten Interessierte bei:
Pflegestützpunkt Diez, Jan-Erik Wolfgram
Telefon: 06432 9198-13
E-Mail:
Seniorenbüro „Die Brücke“, Uschi Rustler
Telefon: 02603 972-336
E-Mail:


