Starkes Netzwerktreffen für mehr Frauenschutz im Rhein-Lahn-Kreis

Am 29. April fand im Haus der Familie in Katzenelnbogen das zweite Netzwerktreffen vom Bündnis für FrauenSchutz Rhein-Lahn statt. 

Am 29. April fand im Haus der Familie in Katzenelnbogen das zweite Netzwerktreffen vom Bündnis für FrauenSchutz Rhein-Lahn statt. Die Initiatorinnen stellten erneut ein informatives und abwechslungsreiches Programm zusammen, das von Rückblicken auf das Jahr 2025 bis hin zu Ausblicken auf geplante Entwicklungen im Jahr 2026 mit zahlreichen Aktionen reichte. Die aktuellen Fallzahlen des Polizeipräsidiums Koblenz waren ebenso Thema wie neue gesellschaftliche und politische Entwicklungen. 

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war der Vortrag zur Gewaltschutzberatung zu dem Thema „Wer macht was?“, präsentiert von den Interventionsstellen Koblenz und Westerburg.  Die Interventionsstelle (IST) sind Fachstellen für Frauen, die körperliche, psychische, soziale Gewalt oder Stalking in engen sozialen Beziehungen erfahren haben. Die Beiträge überzeugten durch klare Struktur sowie eine äußerst verständliche und zugleich eindringliche Darstellung. Auch die Interventionsstellen für Kinder wurden vorgestellt. Die Teilnehmenden der Veranstaltung erhielten wertvolle Einblicke in die bestehenden Unterstützungsangebote und Zuständigkeiten im Bereich des Gewaltschutzes im Rhein-Lahn-Kreis.

Die Vorträge machten zudem deutlich, wie essenziell die Arbeit solcher Einrichtungen ist. Vielen wurde noch einmal bewusst, dass Unterstützungsangebote weiter ausgebaut und flächendeckend zugänglich gemacht werden müssen, um Frauen und Kindern in Notsituationen schnell und effektiv helfen zu können. Häufig scheitert dies jedoch an unzureichender finanzieller Ausstattung, was zur Folge hat, dass Betroffene lange Wege auf sich nehmen müssen oder nicht ausreichend langfristig begleitet werden können.

An der Veranstaltung nahmen viele engagierte Expertinnen und Experten unterschiedlicher Unterstützungsangebote teils von der Polizei über Solwodi, Beratungsstellen, Jugendamt, Migrationsberatung, Queernet RLP. e.V., Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinden, Weißer Ring, Frauenhäuser usw.   Der Austausch untereinander sowie die anschließende Feedbackrunde boten Raum für Diskussion, Reflexion und neue Impulse.


Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung ist, um im Ernstfall rasch passende Hilfe organisieren zu können. Die Veranstaltung hinterließ viele wertvolle Impulse und Denkanstöße. Mit Blick auf die Zukunft besteht große Vorfreude auf weitere Treffen dieser Art, um den Austausch fortzuführen und gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Das Bündnis FrauenSchutz Rhein-Lahn hat sich zum Ziel gesetzt, professionell Tätige in diesem Bereich miteinander zu vernetzen. Die Initiatorinnen sind: Manja Al Refai (Haus der Familie), Silke Löhr (Kreml Kulturhaus), Dorothee Milles-Ostermann (Gleichstellungsbeauftragte) und Beate Schmittel (Ev. Dekanat Nassauer Land).


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