Saatgut tauschen

Ein alter Trend kehrt zurück – lokale Saatgut-Tauschbörsen.

Hier werden Samen von Nutzpflanzen getauscht, deren Namen „Roter Heinz“ (Tomate), „Wunder von Kelvedon“ (Erbse) oder „Strubelpeter“ (Salat) lauten. Doch was ist das Besondere an samenfesten Sorten?

Sogenannte „Alte Sorten“ besitzen samenfestes Saatgut, das auch im Folgejahr weiter kultiviert und genutzt werden kann.

Viele alte Sorten laufen Gefahr, von der Bildfläche zu verschwinden. Das ist auch im Hinblick auf den Klimawandel von Nachteil. Denn Alte Sorten wurden meist über lange Zeit lokal in Gärten gezüchtet und sind viel besser an regionale Klimaverhältnisse angepasst als moderne Züchtungen. Daher schützen Saatgut-Tauschbörsen unserer Gemüse- und Obstvielfalt.

Alte Sorten sind sehr robust und resistenter gegenüber Krankheiten. So kann der Einsatz von Pestiziden verringert werden. Es gibt aber auch neue Züchtungen, die an spezielle Klimabedingungen angepasst wurden.

Das Saatgut selbst zu vermehren ist ganz einfach: 1. Samen einpflanzen – 2. Pflegen und Gießen – 3. Genießen – 4. Vermehren – 5. Wieder bei 1. Starten und / oder tauschen

Neben Samen können Hobbygärtner auf Saatgut-Tauschbörsen auch Wissen austauschen.

Organisiert werden Tauschbörsen beispielsweise von regionalen Obst- und Gartenbauvereinen. Der → Obst- und Gartenbau-Verein Altendiez e.V. hat beispielsweise in Altendiez einen Bollerwagen vor dem Rathaus aufgestellt. Dort können Altendiezer*innen Nutz- und Zierpflanzen abgeben und mitnehmen. In Diez gibt es eine Saatgut-Bibliothek im 1. Stock der → Stadtbibliothek in der Wilhelmstraße 48.

Wer mehr über die Vielfalt sowie die Geschichte alter Sorten erfahren möchte, kann sich auf der Seite → ww.dasgrossefreie.com weiter informieren. Dort gibt es auch eine Bauanleitung für eine eigene Saatgut-Bibliothek.

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