Wasenbach

Der Ort an der Grenze zum Einrich wird 1328 urkundlich erwähnt und ist in einer Talsenke von Wäldern, Wiesen und
Feldern eingebettet. In der Gemarkung Wasenbach liegt der Hof Habenscheid, der Rest eines ehemaligen Dorfes, das bereits 790 als "Abothisscheid" bezeugt ist.

Wasenbach wurde am 13. November 1328 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der damalige deutsche Kaiser Ludwig IV. setzte Johannes und Reinhard von Westerburg zu Gebietsherren der Herrschaft Schaumburg und somit über Biebrich, Cramberg, Habenscheid, Steinsberg, Wasenbach und Wenigenhabenscheid ein. Bei Dörfern, die schon im Hochmittelalter urkundlich erwähnt werden, liegt der Schluss nahe, dass sie bereits länger existierten.

Es gibt jedoch keinerlei gesicherten Hinweise, dass Wasenbach im Herzogtum Franken zur Zeiten der Salier (1124–1125) und der Staufer (1138–1254) schon als Ansiedlung existierte. Es ist jedoch nahe liegend, die Gründung Wasenbachs in die Zeit vor 1300 zu datieren, eine Zeit, in der die meisten Dörfer des unteren Lahngebietes zunächst in Talauen - in einer solchen liegt Wasenbach - dann aber auch als Rodungssiedlungen auf den Hochflächen entstanden sind.

Die ehemalige Pfarrkirche von Habenscheid mit dem romanischen Turm ist 1198 nachgewiesen. Sie war über Jahrhunderte das Gotteshaus der umliegenden Gemeinden Bärbach, Biebrich, Cramberg, Steinsberg und Wasenbach. Noch heute werden bei besonderen Anlässen Gottesdienste abgehalten. Benediktiner-Mönche von der St. Ferrutius Abtei Bleidenstadt durften auf Resten der ersten Habenscheider Kirche (vermutlich aus dem 9. Jahrhundert) eine neue aufgebaut haben.

Der Turm weist Merkmale einer Wehrkirche auf und ist romanischen Ursprunges. Rätselhaft sind die Mauerreste, die sich an der Außenwand des Chores nach Süden hin fortsetzen. Hierbei könnte es sich noch um Reste der ersten Kirche handeln. Das Mauerwerk, das den Friedhof umzieht, zeigt stellenweise Fischgrätenmuster, das ins Mittelalter zurückweist. Das Kreuz auf dem Kirchturm stammt möglicherweise aus dem 13. Jahrhundert.

In der Nähe von Wasenbach finden sich auch die Ruinen des einst reichen und blühenden Klosters Bärbach (errichtet 1330). Im Verlauf des Wasenbachs liegen sich weitere Mauerreste, vermutlich ein älterer Teil zum Kloster zugehöriger Gebäude.

Wasenbach ist heute der römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus in Balduinstein zugeordnet und gehört mit dieser zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.  Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Cramberg-Habenscheid im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig. Die Kirche im Ortsteil Habenscheid ist eine der ältesten Kirchen von Mittel-Nassau.

Die Gemeinde dient vorwiegend als Wohngemeinde, ist aber aufgrund ihrer Lage auch touristisch interessant.


Hundesteuer und Hebesätze im aktuellen Haushaltsjahr


Hundesteuer

 1. Hund
 2. Hund 3. Hund Kampfhundsteuer
 38,00 €
 61,00 €
 102,00 €
 614,00 €


Hebesätze für Realsteuern

 Grundsteuer A
 Grundsteuer B
 Gewerbesteuer
 300
 365
 375

Wasserhärtegrade


Wasenbach

Gesamthärte mmol/l   3,46
Gesamthärte Grad dH hart 19,4