Eppenrod

Nicht weit zur Autobahn A3 liegt das Dorf mit ländlichem Charakter. Die Gemeinde hat durch ihre zentrale Lage an Zuwachs gewonnen in den vergangen Jahren zwei Neubaugebiete bekommen, eines in Richtung Isselbach und eines in Richtung Görgeshausen. Eppenrod hat eine Gesamtfläche von 6,98 km² und es liegt auf 290 m ü. NN


Eppenrod, am Fuße des Westerwaldes gelegen, wird urkundlich erstmals um 950 v. Chr. erwähnt.

Funde von Hallstatt-Brandgräbern aus der Zeit um 800 v. Chr. lassen auf ein wesentlich früheres Bestehen des Ortes schließen.



Seinen Namen soll Eppenrod von einem Limburger Konradiner-Mönch Eberhard (lat. Eppo) erhalten haben, der zur Erweiterung des Siedlungsgebietes den urwaldähnlichen Wald roden ließ.

Die Ortsgemeinde Eppenrod und ihre nähere Umgebung kann zu vielen Freizeitaktivitäten genutzt werden, vornehmlich Wanderungen durch unberührte Natur.

Die romanische Kirche zu Eppenrod wurde etwa 1250 erbaut und gilt als eine der ältesten der ganzen Esterau. Sie besteht aus 3 Bauabschnitten: Fluchtturm, Chor, und Schiff. Alte Malereien und das Wappen der Schaumburger zieren den Inneraum. Kirche zu Eppenrod   Die romanische Kirche, deren Alter auf 800 Jahre geschätzt wird, gilt als eine der ältesten der ganzen Esterau. 1336 erteilte Bischof Balduin von Trier die Pfarrkirche dem Stift Limburg zu. Die Eppenröder Pfarrer wurden von Limburg benannt und eingesetzt. 1541 hielt die Reformation Einzug. Eppenrod wurde evangelisch, aber weiterhin über einen Zeitraum von 100 Jahren von katholischen Pfarrern betreut. Erst Gräfin Agnes von Holzappel, die Witwe Peter Melanders, löste 1650 die Verbindung zu den Limburgern.  Die Nassauer Fürsten waren wegen ihrer Bereitwilligkeit, den reformatorischen Gedanken aufzunehmen, beim katholischen Kaiserbischof in Trier nicht gut angeschrieben. Man bezichtigte sie des Reichsverrats und erhob Klage gegen sie. Der damalige Landesfürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar wurde nach Wien beordert, wo man ihn von der Unrichtigkeit seiner religiösen Anschauung zu überzeugen suchte. Nach einem siebenstündigen Gespräch gab Johann Ludwig nach und legte das katholische Glaubensbekenntnis ab. Als Gegenleistung wurde ihm vom Kaiser die Befreiung von allen Kriegslasten zugesichert. Damit mussten auch seine Untertanen von Nassau-Hadamar den katholischen Glauben annehmen. Der damalige Pfarrer von Eppenrod weigerte sich, die Konfession zu wechseln und verließ Eppenrod unter Protest. Erst mit Einführung des neuen Kaplans, Konrad Rummeisen, wurde die Bevölkerung Eppenrods nach fürstlichem Willen katholisch. 

Wie andere Dörfer der Esterau auch, hatte Eppenrod unter den Auswirkungen des 30jährigen Krieges zu leiden. Ein großer Teil des Dorfes wurde zerstört, dabei fiel u.a. auch das Mittelschiff der Kirche einem Brand zum Opfer. Das bis heute erhaltene Pfarrhaus entstand unmittelbar nach dem „Großen Krieg“ (um 1650) und kann somit auf eine weit über 300 Jahre alte Geschichte zurückblicken.

Eppenrod war von Alters her von der Landwirtschaft geprägt. Dies hat sich vor allem in den vergangenen 30 Jahren infolge der allgemeinen nationalen und internationalen Entwicklung grundlegend geändert.

Gegenwärtig leben nur noch wenige Familien von der ehemaligen Haupterwerbsmöglichkeit, dem Bauernstand.



Hundesteuer und Hebesätze im aktuellen Haushaltsjahr


Hundesteuer

 1. Hund
 2. Hund 3. Hund Kampfhundsteuer
 50,00 €
 70,00 €
 95,00 €
 700,00 €


Hebesätze für Realsteuern

 Grundsteuer A
 Grundsteuer B
 Gewerbesteuer
 300
 365
 365

Wasserhärtegrade


Eppenrod
Gesamthärte mmol/l   2,28
Gesamthärte Grad dH mittel 12,8