Die Zukunft des Freibades Birlenbach steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verbandsgemeinderates am 14. September 2026. Hintergrund ist zum einen der Wunsch der langjährigen Pächterin Kirsten Darda, den ursprünglich bis Ende 2027 laufenden Pachtvertrag vorzeitig aufzulösen. Zum anderen haben die technischen Probleme der vergangenen Monate deutlich gemacht, dass eine grundlegende Sanierung des Freibades immer dringlicher wird.
Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung, der Ortsgemeinde Birlenbach und des Fördervereins haben sich deshalb intensiv mit der Situation und den verschiedenen Möglichkeiten für die Zukunft des Freibades beschäftigt. Einigkeit besteht über das gemeinsame Ziel, die notwendige Sanierung konsequent voranzutreiben und damit eine langfristige Perspektive für das Freibad zu schaffen. Dem Verbandsgemeinderat soll deshalb vorgeschlagen werden, die Sanierung grundsätzlich anzugehen. Die endgültigen Entscheidungen sowohl über die vorzeitige Auflösung des Pachtvertrages als auch über das weitere Vorgehen beim Freibad liegen beim Verbandsgemeinderat.
Technische Probleme machen Handeln erforderlich
Dass beim Freibad Handlungsbedarf besteht, hat die laufende Saison deutlich gezeigt. Aufgrund von Störungen an der technischen Anlage musste das Freibad bereits tageweise geschlossen werden. Hinzu kamen wiederkehrende Fehlermeldungen und technische Ausfälle. In einem Fall gingen innerhalb einer Nacht rund 150 Kubikmeter Wasser verloren. Auch eine Beheizung des Freibades war in dieser Saison nicht möglich. Die Verbandsgemeinde hatte deshalb bereits eine Machbarkeitsstudie zu möglichen Sanierungsansätzen für die kommenden Jahre erstellen lassen. Auf dieser Grundlage beschloss der Verbandsgemeinderat im Juni, eine Förderung für die Sanierung zu beantragen. Die Verbandsgemeinde reichte daraufhin eine Projektskizze im Rahmen des kurzfristig aufgelegten Bundesförderprogramms zur Sanierung von Schwimmbädern ein. Über die Förderanträge soll der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im September entscheiden. Die aktuellen technischen Entwicklungen und der Wunsch nach einer vorzeitigen Beendigung des Pachtverhältnisses erhöhen zugleich den Handlungsdruck und machen eine zeitnahe Klärung des weiteren Vorgehens erforderlich.
Ziel: Freibad langfristig erhalten und technisch zukunftsfähig aufstellen
Wie die Sanierung im Einzelnen aussehen soll und welcher Zeitplan realistisch ist, steht noch nicht abschließend fest. Die Verwaltung wird die vorliegenden Maßnahmen gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro nochmals detailliert betrachten und die Ausführungsplanung konkretisieren. Auch der Förderverein wird in diesen Prozess einbezogen. Dabei soll insbesondere geprüft werden, wie das Freibad technisch so aufgestellt werden kann, dass es langfristig verlässlich betrieben werden kann. Die bereits vorliegende Machbarkeitsstudie bildet hierfür eine wichtige Grundlage. Nach derzeitigem Planungsstand ist davon auszugehen, dass sich notwendige Sanierungsmaßnahmen auch über die Freibadsaison 2027 erstrecken könnten. Eine abschließende Entscheidung über die konkrete Umsetzung und den Zeitplan ist ausdrücklich noch nicht getroffen.
Die konkretisierte Maßnahmen- und Kostenplanung soll dem Verbandsgemeinderat spätestens im Dezember erneut zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden.
„Niemand von uns macht sich die Entscheidung leicht, denn wir wissen, welche Bedeutung das Freibad für Birlenbach und die gesamte Region hat. Gleichzeitig haben uns die technischen Probleme dieser Saison sehr deutlich gezeigt, dass wir handeln müssen. Für uns ist deshalb entscheidend, jetzt die notwendigen Schritte für eine nachhaltige Sanierung einzuleiten. Verwaltung, Ortsgemeinde und Förderverein wollen dafür gemeinsam einen tragfähigen Weg erarbeiten. Die Entscheidung darüber trifft aber der Verbandsgemeinderat“, erklärt Bürgermeisterin Maren Busch.
Dank für elf Jahre Engagement
Mit der möglichen vorzeitigen Beendigung des Pachtverhältnisses würde zugleich eine langjährige Zusammenarbeit enden. Kirsten Darda betreibt das Freibad seit elf Jahren. „Kirsten Darda hat das Freibad über elf Jahre mit außergewöhnlichem persönlichen Einsatz und mit viel Herzblut betrieben. Dafür gebührt ihr unser ausdrücklicher Dank. Sie hat damit über viele Jahre einen wichtigen Beitrag zum Betrieb und zum Erhalt des Freibades geleistet. Dass sie nun um eine vorzeitige Beendigung des Pachtverhältnisses gebeten hat, respektieren wir. Über die Auflösung des Vertrages muss nun der Verbandsgemeinderat entscheiden“, so Busch.
Verbandsgemeinde, Ortsgemeinde und Förderverein sehen in der aktuellen Situation die Möglichkeit, die Weichen für die Zukunft des Freibades neu zu stellen. „Für uns steht im Mittelpunkt, dass das Freibad Birlenbach eine Zukunft hat. Natürlich wäre eine saisonweise Schließung für unsere Badegäste, die Vereine, Schulen und insbesondere für die Kinder sehr schmerzhaft. Gerade deshalb wollen wir die aktuelle Situation nutzen, um nicht nur kurzfristig zu reagieren, sondern die Voraussetzungen für einen dauerhaft verlässlichen Freibadbetrieb zu schaffen. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass das Freibad nach einer Sanierung langfristig erhalten bleibt und wieder eine sichere und gute Perspektive bekommt“, erklären Verbandsgemeinde, Ortsgemeinde und Förderverein gemeinsam.
Entscheidung am 14. September
Die Verwaltung wird dem Verbandsgemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 14. September 2026 die weitere Vorgehensweise zur Beratung vorlegen. Dabei soll der Rat insbesondere über den Wunsch zur vorzeitigen Auflösung des Pachtvertrages sowie über die grundsätzliche weitere Ausrichtung der Sanierung beraten.
Bis dahin werden die technischen und planerischen Grundlagen weiter konkretisiert.
Nach der Entscheidung des Verbandsgemeinderates am 14. September 2026 wird die Verbandsgemeinde über das Ergebnis und die nächsten Schritte informieren.
