Bürgermeisterin in Bewegung: Besuch der Trainingsgruppe der DLRG Ortsgruppe Diez e.V.

Die Reihe „Bürgermeisterin in Bewegung“ führte Bürgermeisterin Maren Busch dieses Mal ins Diezer Oranienbad, um beim Training der DLRG Ortsgruppe Diez mitzumachen

Beim gemeinsamen Training im Oranienbad standen auch die vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben der Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie die aktuellen Herausforderungen des Vereins im Mittelpunkt. 

Trainer an diesem Abend war Harald Malm, der fachkundig die Übungsanleitungen gab und die Schwimm-Mannschaft im Becken auf Trab hielt: Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der DLRG absolvierte Maren Busch verschiedene Übungen im Wasser, schwamm alle Trainingseinheiten des Abends mit und probierte auch einzelne Elemente aus dem Rettungsschwimm- und Tauchtraining aus. Dabei wurde schnell deutlich, wie anspruchsvoll und vielseitig die Ausbildung bei der DLRG ist und welches Maß an körperlicher Fitness, Konzentration und vor allem Teamarbeit hierfür erforderlich ist.

Christoph Osebold, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Diez, berichtete über die aktuellen Einsatzorte während der laufenden Badesaison. Bereits jetzt seien die Ehrenamtlichen wieder regelmäßig im Freibad Birlenbach sowie am Herthasee und am Baggersee im Einsatz. Gleichzeitig verwies er auf die hohe Verantwortung, die mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden sei. 

      

Neben der klassischen Schwimmausbildung gehören auch die Ausbildung von Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern, die Absicherung von Veranstaltungen sowie der Wasserrettungsdienst in Frei- und Naturbädern zu den wichtigen Aufgaben der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Gerade in Zeiten rückläufiger Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung kommt einer qualifizierten Bade- und Schwimmaufsicht eine immer größere Bedeutung zu.

    


Sorge bereitet der Diezer DLRG-Ortsgruppe derzeit insbesondere die unklare Zukunft für ihren Trainingsbetrieb im Oranienbad. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass angesichts einer eventuellen Schließung des Hallenbades zur Sanierung bzw. für einen Teil-Abriss und -Neubau des Bades frühzeitig alternative Trainingsmöglichkeiten organisiert werden müssen. Auch die Erhöhung des sogenannten „Wassergeldes“ als Eintrittskosten ins Bad von zwei auf drei Euro pro Vereinsmitglied und Trainingsstunde stelle den Verein vor durchaus nennenswerte finanzielle Herausforderungen.

Darüber hinaus beschäftigt die Ortsgruppe die Nachwuchsgewinnung im Bereich Einsatzdienst und Ausbildung: „Die ehrenamtliche Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Engagement, Verantwortung und regelmäßiger Fortbildung“, betont Osebold. Umso wichtiger sei es, junge Menschen frühzeitig für die Arbeit der Wasserrettung zu begeistern.

Bürgermeisterin Maren Busch dankte allen Aktiven für ihren wichtigen Einsatz: „Die DLRG übernimmt eine enorme Verantwortung für die Sicherheit vieler Menschen. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient große Anerkennung und kontinuierliche Unterstützung.“


Aktuell läuft eine Spendenaktion zur Anschaffung eines neuen Tauchanhängers. Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann dies unter

www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/der-tauchanhaenger


Über den Besuch der VG-Bürgermeisterin freute sich auch der Erste Beigeordnete der Stadt Diez und zugleich Geschäftsführer des Oranienbades Marco Rosso, der Maren Buschs Termin gerne begleitet hat. Zum Oranienbad erläuterte er, dass die Bedeutung des Hallenbades für die Schwimmausbildung, den Vereins- und Rettungssport sowie den Schulsport in der Region kaum hoch genug eingeschätzt werden könne. Gleichzeitig werde die technische und bauliche Situation des Bades zunehmend schwieriger: „Wir führen weiterhin notwendige Reparaturen durch, stoßen aber immer häufiger an technische und wirtschaftliche Grenzen“, erklärt Rosso. So seien bestimmte Filteranlagen inzwischen offiziell nicht mehr erhältlich, sodass benötigte Ersatzteile teilweise nur noch aus alten Lagerbeständen beschafft werden könnten. Auch beim Brandschutz habe es zuletzt erhebliche Probleme gegeben. Rosso berichtete, dass jüngst sogar eine kurzfristige Schließung des Hallenbades im Raum gestanden habe. Gemeinsam mit den Verantwortlichen und der Verbandsgemeinde habe man jedoch Maßnahmen zur Sicherstellung des Weiterbetriebs einleiten können.

Nach Rossos Einschätzung werde ein Weiterbetrieb ohne größere bauliche Maßnahmen technisch und finanziell voraussichtlich nur noch bis Ende des kommenden Jahres möglich sein. Allein die Reparaturkosten seien zuletzt um mehr als 52.000 Euro gestiegen. Hinzu kämen bekannte bauliche Defizite wie Undichtigkeiten an den Becken, Korrosionsschäden in den Technikbereichen sowie hohe Wärmeverluste durch die veraltete Fensterfassade. „Umso wichtiger ist die klare Entscheidung für den Erhalt des Oranienbades“, betont Rosso. Gemeinsam mit den kommunalen Partnern arbeite man daran, die weiteren Planungsschritte voranzubringen und zusätzliche Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene zu prüfen. Ziel sei es, langfristig eine moderne und zukunftsfähige Lösung für Vereine, Schulen und Familien in der Region zu schaffen.

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