Stark gegen Starkregen - Vorsorgekonzepte für sieben weitere Gemeinden werden erarbeitet

Auftaktveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Langenscheid

Mit dem „Kickoff“ in Langenscheid ist am Mittwoch, dem 21. Januar, die zweite Phase des Projekts „Stark gegen Starkregen“ gestartet. Ursprünglich war bereits im Jahr 2019 damit begonnen worden: In dieser ersten Projektphase haben 15 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Diez sowie die Stadt Diez bereits ein jeweils maßgeschneidertes Vorsorgekonzept erhalten, das unter anderem auch konkrete Hinweise zur Selbsthilfe für die Bürgerinnen und Bürger beinhaltet.

Diese 16 Konzepte stehen nach wie vor online zum Download zur Verfügung: 

www.vgdiez.de/starkregen

Nun folgen die bislang noch nicht berücksichtigten sieben Ortsgemeinden Charlottenberg, Cramberg, Gückingen, Horhausen, Langenscheid, Scheidt und Steinsberg, für die ebenfalls individuelle Vorsorgekonzepte erarbeitet werden. In dieser nun anstehenden zweiten Projektphase wird die Verbandsgemeinde Diez vom Ingenieurbüro artec unterstützt, und wie in der ersten Phase wird die Konzepterstellung wieder zu 90% vom Land Rheinland-Pfalz gefördert – die verbleibenden 10% übernimmt erneut die Verbandsgemeinde für ihre Ortsgemeinden.

Bei der Auftaktveranstaltung in Langenscheid informierten Herr Niklas Weis und Frau Friederike Schumann (Büro artec) über die Inhalte und den geplanten Ablauf des Projekts. 

Neben Vertretern der beteiligten Ortsgemeinden nahmen auch Verantwortliche der Versorgungsunternehmen (Strom und Wasser bzw. Abwasser), der Feuerwehr, der Bauverwaltung sowie des Ordnungsamtes teil.

Zu Beginn der Veranstaltung informierte das Büro artec über grundlegende Fakten zu den Themen Hochwasser und Starkregen: Vor dem Hintergrund des Klimawandels sei weiterhin mit einer Zunahme von Extremwetterereignissen zu rechnen. 

Dabei müsse man grundsätzlich zwischen Starkregenereignissen und Hochwasser unterscheiden: 

Starkregen kann überall auftreten und erfordert oft sehr kurze Reaktionszeiten, während Hochwasser in der Regel nur in der Nähe von Gewässern entsteht und meist längere Vorwarnzeiten bietet.

     

Im Anschluss wurde das Projekt „Stark gegen Starkregen“ im Detail vorgestellt. Die Aufgabenstellung umfasst die Sensibilisierung für das Thema, die Identifizierung und Bewertung gefährdeter Bereiche, die Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen, eine Entscheidung hierüber sowie die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Der vorgestellte Zeitplan sieht unter anderem Ortsbegehungen und Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern vor. Ein zentraler Baustein bei der Konzepterarbeitung sind Hinweise aus den Ortsgemeinden selbst. Insbesondere die Ortsbürgermeister sowie die Bevölkerung kennen die örtlichen Gegebenheiten und kritischen Punkte am besten. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen sind daher für die Identifizierung von Gefahrenstellen und die Entwicklung passgenauer Maßnahmen von großer Bedeutung.

VG-Bürgermeisterin Maren Busch zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme an der Auftaktveranstaltung: "Nachdem bereits zahlreiche Gemeinden Vorsorgekonzepte erhalten haben, nehmen wir nun die letzten sieben Ortsgemeinden in den Blick. Damit stellen wir sicher, dass künftig die gesamte Verbandsgemeinde Diez bestmöglich auf Starkregenereignisse vorbereitet ist – zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Sachwerten." 

Jedes Konzept wird unter anderem Karten mit einer Übersicht über Gefahrenstellen, Karten mit verorteten Maßnahmen, Berichte zur Bestandserfassung und zu zurückliegenden Schadensereignissen, eine Dokumentation der Bürgerworkshops, eine priorisierte Maßnahmenliste sowie Informationen zu öffentlichen und privaten Vorsorgemaßnahmen enthalten.

Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung wurde noch ein Ausblick auf die anstehenden Bürgerworkshops gegeben und bereits eine Terminabstimmung mit den Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern für erste Ortsbegehungen vorgenommen.


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