Kommunale Wärmeplanung - Akteursworkshop

Auftakt für die Phase 2: Akteurs-Workshop im Haus der Vereine in Diez am 26. Januar

Mit der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) schafft die Verbandsgemeinde Diez die Grundlage für eine zukunftsfähige, klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung. Sie ist ein strategisches Instrument für die Kommune und orientiert sich am Wärmeplanungsgesetz (WPG). Ziel ist es, Konzepte zur schrittweisen Dekarbonisierung der lokalen Wärmeversorgung zu entwickeln und den Transformationsprozess passgenau auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Verbandsgemeinde abzustimmen. Auf diese Weise soll die Wärmewende effizient, kostensicher und langfristig umsetzbar gestaltet werden. In der Verwaltung koordiniert Klimaschutzmanager Richard Koch die gesamte Thematik.

Die Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung ist für Kommunen gesetzlich vorgegeben und wurde durch den Verbandsgemeinderat bereits im Dezember 2024 beschlossen – die entsprechende Auftragserteilung ging im Februar 2025 an das Büro DSK, das seitdem wesentliche Grundlagen für den Planungsprozess erarbeitet. Dieser gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Schritte: 

Zunächst werden grundlegende Vorbereitungen getroffen, anschließend erfolgt eine Bestandsanalyse des aktuellen Wärmeverbrauchs sowie der zukünftigen Bedarfe in den einzelnen Quartieren. Darauf aufbauend werden Potenziale untersucht, etwa verfügbare Wärmequellen und -speicher, Möglichkeiten für Wärmenetze oder Energieeinsparungen. Ein Zielszenario beschreibt die künftige Ausrichtung der Wärmeversorgung, bevor eine konkrete Umsetzungsstrategie mit Maßnahmen, Zeitplänen und Zuständigkeiten erarbeitet wird. 

   

Hierzu verdeutlichte Volker Broekmans vom Büro DSK, dass ab 2028 (in Großstädten schon ab 2026) neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen und reine Gasheizungen dann nicht mehr erlaubt sind (es sei denn, sie sind H2-ready und Teil eines verbindlichen Wärmeplans). Für 2040 ist das Ende rein fossiler Gasheizungen in der EU geplant, ein absolutes Verbot für den Betrieb fossiler Gasheizungen greift laut aktuellem GEG spätestens ab 2045.

Derzeit befinden sich die Potenzialanalyse sowie die Entwicklung des Zielszenarios in Bearbeitung. Um hierfür möglichst fundierte Erkenntnisse zu gewinnen, hatte die Verbandsgemeinde Diez am 26. Januar zahlreiche zentrale Akteure in das Haus der Vereine in Diez eingeladen: Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgemeinden und der Stadt Diez, der Versorgungsunternehmen für Strom sowie Wasser und Abwasser sowie weitere Beteiligte brachten ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen ein.

Im Workshop wurde an Stellwänden mit Karten gearbeitet, vor allem aber intensiv diskutiert, informiert und Wissen ausgetauscht. Ziel der Veranstaltung war, lokale Potenziale noch genauer zu identifizieren und realistische, praxisnahe Ansätze für die zukünftige Wärmeversorgung zu entwickeln. 

   

   

   

Bürgermeisterin Maren Busch betont die Bedeutung des Projekts für die Verbandsgemeinde Diez: „Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen von heute und Investitionen von morgen in unsere Wärmeversorgung. Die Planung ermöglicht uns, Alternativen zu betrachten und abzuwägen und hilft dabei, Infrastrukturmaßnahmen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.“


Alle Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung sind auf der Homepage der Verbandsgemeinde Diez zu finden unter 

www.vgdiez.de/kwp

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