Verfahrensablauf

Auf dieser Seite finden Sie alle notwendigen Schritte und Unterlagen zur Vorbereitung eines Förderantrages.

  • 1. Kontakt aufnehmen

    Bitte nehmen Sie zuerst Kontakt mit dem Regionalmanagement auf.
    Ob das Projektvorhaben in den LEADER-Förderrahmen passt, lässt sich in einem Erstgespräch rasch klären.

  • 2. Projektsteckbrief

    Lässt sich das Projektvorhaben dem LEADER-Förderrahmen zuordnen, füllen Sie als Projektträger einen Projektsteckbrief aus, in dem Sie das Vorhaben beschreiben (Benennung des Projektträgers, Projektbeschreibung, Kostenschätzung, Zeitplan). 

    zum Download bitte anklicken (*.pdf)

    Der vollständig ausgefüllte Projektsteckbrief ist beim Regionalmanagement der LEADER-Region Lahn-Taunus einzureichen.

    Zusammen mit seinem Projektsteckbrief muss der Projektträger unter anderem einen Nachweis des Finanzamtes vorlegen, ob er für das konkrete Projekt vorsteuerabzugsberechtigt oder nicht ist. Hierfür muss der Projektträger den Nachweis ausfüllen und seinem Finanzamt zur Unterzeichnung vorlegen. Dieser Nachweis ist erforderlich, um darzulegen, ob die Förderung auf Basis der Bruttosumme oder der Nettosumme der förderfähigen Kosten berechnet wird. Nur wenn der Projektträger nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann die Förderung auf die förderfähigen Bruttoprojektkosten gewährt werden.

    Ein Projekt ist nur förderfähig, wenn die öffentliche Zuwendung mindestens 2.000 Euro beträgt. Dabei können kleine Projekte zu einem Vorhaben zusammengefasst werden. Ein Projekt kann grundsätzlich bis maximal 250.000 Euro an ELER_Mitteln gefördert werden. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung der ELER-Verwaltungsbehörde möglich. 

  • 3. Projektbewertung

    Das LEADER-Entscheidungsgremium - die LAG Lahn-Taunus - ist zuständig für die Projektbewertung. 

    Die LAG Lahn-Taunus prüft als erstes, ob die Projektidee dem Leitbild und den Zielsetzungen aus dem Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (LILE) entspricht und einem der dort ausgewiesenen Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche zugeordnet werden kann.

    Diese sind:

    • Das Zusammenwirken in der Region fördern (6.5.1)
    • Die strategische und Projekt-bezogene Kooperation mit der Region Limburg-Weilburg aktiv ausbauen (6.5.2)
    • Demografischen Wandel als Herausforderung und Chance begreifen (6.5.3)

    Daraus ergeben sich die nachstehenden Handlungsfelder:

    • Handlungsfeld: Natur, Umwelt und Klima (6.6)
    • Handlungsfeld: Heimische Wirtschaft (6.7)
    • Handlungsfeld: Arbeit mit, für und am Menschen (6.8)
    • Handlungsfeld: Attraktive Dörfer und Städte (6.9)

    (Die Klammer nennt jeweils das entsprechende Kapitel in der LILE= Lokales Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept)

    Für jedes der LAG Lahn-Taunus vorgelegtes Projekt wird ein Bewertungsbogen angelegt, der die Grundlage zur Einordnung und Priorisierung des Projektes bildet. Zur Gewährleistung einer transparenten und nachvollziehbaren Projektauswahl werden die Projektbewertung und die Entscheidung des Gremiums dokumentiert.

    Die Bewertung der Förderwürdigkeit und Festlegung einer Punktbewertung sowie eines Fördersatzes erfolgt durch die LAG bei der Auswahlsitzung, die zweimal pro Jahr stattfindet. Dabei wird eine Rangfolge der eingereichten Projekte erstellt und die Projekte gemäß dem zur Verfügung stehenden Budget ausgewählt.

    Informationen zum Auswahlverfahren finden Sie in der Projekt-Bewertungsdokumentation und im Entwicklungskonzept (LILE). Eine positive Entscheidung der LAG Lahn-Taunus ist zwingender Bestandteil des Förderantrags.

    Der Förderantrag ist zur Einreichung des Projekts bei der Bewilligungsstelle Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier erforderlich. Nach grundsätzlicher Klärung der Förderfähigkeit eines Projektvorhabens und abschließender positiver Beschlussfassung in der LAG-Versammlung anhand des Projektsteckbriefs ist der Förderantrag über das Regionalmanagement mit den erforderlichen Anlagen an die Bewilligungsstelle innerhalb von sechs Monaten zu übersenden. Eine nicht fristgerechte (vollständige) Beantragung führt grundsätzlich zur Aufhebung des vorhabenbezogenen positiven Auswahlbeschlusses und der Reservierung der Fördermittel.

  • 4. Antragsstellung

    Die Projektträger bekommen nach dem Beschluss des Entscheidungsgremiums eine schriftliche Benachrichtigung durch das Regionalmanagement. Ist eine positive Entscheidung für das Projekt gefallen, kann der Projektträger einen offiziellen Förderantrag stellen.

    Wichtig:
    Erst nach Erhalt einer schriftlichen Bewilligung durch die Bewilligungsbehörde darf das Projekt begonnen werden! Es dürfen vorher beispielsweise nicht bereits Aufträge vergeben oder Anschaffungen getätigt werden, diese können ansonsten bei einer etwaigen Förderung nicht berücksichtigt werden.